Aktuelles aus der Arbeitsgemeinschaft


19.05.2019

Gestern fand die "Lange Nacht der Insekten" im Waldinformationszentrum Hammerhof & Wisentgehege Hardehausen statt. Unter Wisenten und "Wildpferden" wurden in der Dämmerung die Lichter angeschmissen und Interessierten die Welt der nachtaktiven Insekten nähergebracht. Vorab wurden im Hellen noch weitere Methoden zum Nachweis von verschiedenen Insektengruppen vorgeführt und zu verschiedenen Themen diskutiert. Die Resonanz war äußerst gut - heißt: einer Wiederholung in den wärmeren Monaten steht nichts im Wege.
Vielen Dank an dieser Stelle allen Teilnehmenden und dem Forstamt Hochstift (Förster Jan Preller und Wisent-Wart Hans-Josef Böning), sowie der WDR Lokalzeit OWL und Nicolai Heger.


23.04.2019

Am Samstag, den 18. Mai 2019 veranstalten wir als Arbeitsgemeinschaft zusammen mit dem Wisentgehege Hardehausen und Förster Jan Preller einen Schau-Insektenlichtfang.

Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen, uns zur nächtlichen Insektensuche zu begleiten!

Treffpunkt ist gegen 20 Uhr am Waldinformationszentrum Hammerhof (Walme 50, Warburg), wo Jan Preller das Publikum auf eine Führung durchs Wisentgehege mitnimmt und zum Schauplatz des Lichtfangs begleitet.


03.02.2019

Für viele Entomologen ist die Winterzeit eher die Zeit der Datenauswertung, des Schreibens und des Planens neuer Projekte. Doch manche Entomologen haben auch im Winter Glück, auf Arten ihrer speziellen Insektengruppe zu stoßen - und das nicht nur in ihrem winterlichen Versteck, sondern recht aktiv bei ihrem Werk.

 

Die Rede ist von Dungkäfern. Manche Arten unter ihnen beseitigen auch während der kalten Jahreszeit die Hinterlassenschaften größerer Tiere, wie Rinder und Pferde, die ganzjährig draußen gehalten werden.

 

Aber nicht jede Dungkäferart wird von einem frischen Haufen Dung aus seinem Überwinterungsplatz gelockt. Nur ganz bestimmte Arten haben eine Anpassung dahingehend entwickelt, auch zu frostigen Temperaturen aktiv unterwegs zu sein und ihrem „täglichen Geschäft“ nachzugehen.

 

Zu diesen fleißigen Käfern gehören beispielsweise Paykulls Dungkäfer (Chilothorax paykulli), benannt nach dem 1757 in Schweden geborenen Insektenkundler Gustaf von Paykull; oder der hierzulande doch sehr selten gewordene Bespuckte Dungkäfer (Melinopterus consputus), der seinen Namen zweier gelblicher Punkte an der Vorderseite seines Kopfes zu verdanken hat; um nur einmal zwei Arten zu nennen.

 

Wichtig ist es, diese Dungkäferarten zu schützen und zu fördern. Das gelingt beispielweise durch Maßnahmen wie ganzjährige Beweidungsprojekte. Diese Projekte gibt es mittlerweile schon häufiger, da sich die Kenntnis immer weiter verbreitet hat, dass diese Methode, richtig eingesetzt, zum Erhalt und zur Vergrößerung der Artenvielfalt beiträgt. Auch das Verzichten von diversen Giften im Lebensraum und in den Weidetieren ist ein wichtiger Aspekt zum Erhalt dieser Arten.

Und wenn sie einmal nicht mehr da wären, wer würde dann verrottende Biomasse aus den Lebensräumen schaffen, wenn es draußen kalt ist?!

 

 

Also Augen auf bei dem nächsten Winterspaziergang durch die Natur!

 

 

P. Urban / AG westfälischer Entomologen


15.09.2018

Der Film "Im Wald der Wisente" von AugenBlick Naturfilm / Ulrich Haufe ist nun auch bei Youtube zu finden.

Bei Amklicken des links stehenden Bildes werden Sie direkt zum Video auf dem Kanal des Landesbetriebes Wald und Holz NRW weitergeleitet.


14.09.2018

Am Freitag den 7. September fand um 19:30 Uhr im Wald-informationszentrum Hammerhof (Warburg-Scherfede) die Premiere des Films "Im Wald der Wisente" (von AugenBlick Naturfilm / Ulrich Haufe) statt.
Der Film zeigt zum einen, wie die Wisente ihren Wald auf einzigartige Weise durch ihr natürliches Verhalten prägen. Zum anderen wurden Wissenschaftler bei der Arbeit gefilmt - zu unterschiedlichen Tiergruppen laufen seit gut zwei Jahren Studien im Lebensraum der Großherbivoren.

Wir als Arbeitsgemeinschaft waren neben den Fledermausforschern ebenfalls im Film vertreten. Gezeigt wurden Ausschnitte aus der Arbeit von Werner Schulze, der die Nacht- und Tagfalter des Gebietes aufnimmt, sowie die Untersuchungen von Patrick Urban zu den Dungkäfern, Aaskäfern und an Totholz assoziierten Käfergruppen.

 

Nach der kinosaalfüllenden Filmpremiere konnten die Gäste eine Wanderung mit dem Leiter des Waldinfozentrums Jan Preller zu den Wisenten unternehmen, wo der Koleoperologe Patrick Urban ein Schau-Leuchten zum Anlocken nachaktiver Insekten für das interessierte Publikum veranstaltet hat. Bis gut Mitternacht lauschten die Teilnehmer den Informationen und konnten viele Fragen rund zum Thema Insekten und Wald der Wisente stellen.


18.06.2018

Wandert man zurzeit bei fortschreitender Dämmerung durch den Wald oder am Waldrand vorbei, so kann man ein wundervolles Naturschauspiel erleben. Überall leuchten in grünlicher Farbe kleine Punkte auf, verschwinden wieder, um kurz darauf etwas weiter weg wieder aufzutauchen. Kein Wunder, dass man vor vielen hundert Jahren noch Irrlichter und Elfen im Wald zu sehen glaubte.

 

Aber von wem ist denn eigentlich die Rede? Im Volksmund werden sie Glühwürmchen genannt - so sind sie aber gar keine Würmer, sondern Käfer. Um genau zu sein, handelt es sich um Leuchtkäfer (Familie Lampyridae). In Deutschland sind es drei Arten.

 

Gestern, am 17.06. konnte man an verschiedenen Stellen am Teutoburger Wald eine große Menge an leuchtenden Käfern, in diesem Fall Kleine Leuchtkäfer (Lamprohiza splendidula), auch Johanniswürmchen genannt, fliegen sehen. Sie sind auf Partnersuche und die Leuchtsignale dienen der Verständigung zwischen den Geschlechtern. Die Leuchtorgane der Käfer befinden sich am Körperende auf der Unterseite. Im Inneren findet eine chemische Reaktion mit Luciferin und dem Enzym Luciferase statt, wobei kaltes Licht erzeugt wird.

 

Wer diese besonderen Tiere noch fliegen sehen will, hat noch ein paar Wochen Zeit, sich auf den nächtlichen Weg zu machen.

 


13.06.2018

 

 

 

In der letzten Folge der Sendung Quarks & co. (WDR) gab es einen Beitrag zum Thema "Naturgarten gegen den Insektenschwund" mit unserem Vorsitzenden Werner Schulze.
Bei Anklicken des Bildes werden Sie direkt zum Video des WDRs weitergeleitet!


22.05.2018

Am Donnerstag, den 17. Mai fand ein Schau-Insekten-Leuchten an der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld statt, welches die AG westfälischer Entomologen für den Naturwissenschaftlichen Verein Bielefeld veranstaltet hat. Trotz des nicht optimalen Wetters konnten interessierte Laien, Studenten, sowie Entomologen durchaus einige Arten am Licht entdecken und bestaunen. Auch das eine oder andere Fachgespräch kam zustande und somit wurde der Abend trotz mäßigem Anflug der Sechsbeiner zu einem Erfolg.


15.05.2018

Es wurden neue Termine für Arbeitsabende und ebenso Sondertermine in der Rubrik "Termine" eingetragen!


08.04.2018

Am 20. April 2018 findet die nächste Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft statt!
Alle Informationen zu Zeiten, Exkursion und Vorträgen und Anfahrt zum Versammlungsort entnehmen Sie bitte der unten stehenden Einladung.

Download
Mitgliederversammlung 2018 der AG westfälischer Entomologen e.V.
Einladung
Mitgliederversammlung_2018_April.pdf
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01.01.2018

Wir dürfen bekannt geben: Beim Insekt des Jahres 2018 handelt es sich um ein sowohl bizarres, als auch beeindruckendes Insekt. Der "Stachel" der Männchen, welcher dem eines Skorpions ähnelt, ist allerdings lediglich ein Begattungsorgan und nicht zur Abwehr oder zum Beutefang da. Es handelt sich um Panorpa communis, die Gemeine Skorpionsfliege.
Der Flyer zum Insekt des Jahres folgt bald auch in digitaler Form - bis dato klicken Sie bitte für weitere Infos das untenstehende Bild an.


11.12.2017

Am 9. November 2017 fand in Bielefeld die Tagung "Der Wert von Insekten" statt. Unser Vorsitzender Werner Schulze hat das Panel, bzw. den Workshop "Wer bringt den Mist weg?" zum Thema koprophage Insekten und deren Wert für Ökosysteme und letztendlich den Menschen geleitet. Hierzu können Sie sich einen Videobeitrag anschauen:


24.11.2017

Der Arbeitskreis Wildbienen-Kataster hat bekannt gegeben, dass es sich bei der Wildbiene des Jahres 2018 um die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) handelt. Für weitere Informationen und dem offiziellen Flyer zu dieser auffälligen und großen Furchenbiene, klicken Sie bitte auf das Titelbild.


19.06.2017

Wir waren zum GEO-Tag der Natur auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen und haben dort die Insektenfauna aufgenommen - darunter die Blatthornkäfer (Scarabaeoidea), Stechimmen (aculeate Hymenoptera) und diverse Schmetterlingsfamilien (Lepidoptera).


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